Wege aus der Migräne Spirale
Migräne ist mehr als nur Kopfschmerz. Die stechenden, oft einseitigen Schmerzen, begleitet von Licht- und Geräuschempfindlichkeit oder Übelkeit, können den Alltag massiv beeinträchtigen. Doch viele Betroffene wissen nicht: Migräne kann neurologische, aber auch muskuläre und fasziale Ursachen haben.
Körperliche Dysbalancen als unterschätzte Migräne-Trigger
Gerade Verspannungen in der Nackenmuskulatur, Verklebungen der Faszien oder Probleme im Kiefergelenk können Migräne begünstigen. Durch Fehlhaltungen – etwa langes Sitzen am Schreibtisch oder Zähneknirschen in der Nacht – entstehen Spannungen, die sich auf das gesamte Nervensystem auswirken können.
Besonders relevant ist die Halswirbelsäule (HWS). Blockaden oder Fehlstellungen in diesem Bereich beeinflussen die Durchblutung und die Nervenversorgung des Kopfes. Das kann zu einer erhöhten Empfindlichkeit der Schmerzrezeptoren führen und Migräneattacken auslösen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Kiefergelenk. Viele Migränepatienten haben unbewusst eine erhöhte Spannung in der Kaumuskulatur, was den Trigeminusnerv reizt – einer der Hauptakteure bei Migräne. Wer morgens mit verspanntem Kiefer oder Kopfschmerzen aufwacht, könnte durch gezielte physiotherapeutische Behandlung spürbare Erleichterung erfahren.
Physiotherapie als effektive Hilfe bei Migräne
In der Physiotherapie – insbesondere mit der Crafta-Methode (Cranial Facial Therapy Academy) – werden gezielt Verspannungen in Kopf, Nacken und Kiefer behandelt. Studien zeigen, dass manuelle Therapie helfen kann, die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken zu reduzieren.
Wie hilft Physiotherapie konkret?
- Manuelle Therapie nach Crafta: Sanfte Mobilisation von Kopf-, Nacken- und Kiefergelenken zur Lösung von Blockaden
- Haltungskorrektur und Bewegungsschulung: Vorbeugung von Fehlhaltungen, die Kopfschmerzen begünstigen
- Kiefergelenksbehandlung: Lösen von Spannungen durch myofasziale Techniken und gezielte Übungen
- Atem- und Entspannungstechniken: Regulierung des Nervensystems durch bewusste Atmung und Stressmanagement
Wenn Migräne durch Muskel- oder Faszienspannungen mitverursacht wird, kann eine gezielte physiotherapeutische Behandlung oft nachhaltige Verbesserungen bringen.
Migräne als Energiemangel des Gehirns
Neben strukturellen Problemen gibt es eine weitere spannende Perspektive auf Migräne: Sie könnte auch eine Energiekrise des Gehirns sein. Unser Gehirn ist eines der energiehungrigsten Organe im Körper. Forscher haben herausgefunden, dass Menschen mit Migräne oft eine reduzierte mitochondriale Funktion haben – also eine verringerte Effizienz ihrer Zellkraftwerke.
Wenn die Mitochondrien, die Energielieferanten unserer Zellen, nicht optimal arbeiten, kann das Gehirn empfindlicher auf äußere Einflüsse wie Stress, Schlafmangel oder Blutzuckerschwankungen reagieren. Manche Theorien besagen sogar, dass eine Migräne-Attacke ein „Reset-Mechanismus“ des Gehirns ist, um sich vor Überlastung zu schützen.
Lebensstil als Schlüssel zur Migräneprävention
Neben der physiotherapeutischen Behandlung spielt der eigene Lebensstil eine entscheidende Rolle.
- Blutzucker stabil halten: Plötzliche Blutzuckerschwankungen können Migräne triggern. Eine Ernährung mit hochwertigen Fetten, Proteinen und komplexen Kohlenhydraten hilft, den Blutzucker konstant zu halten.
- Schlaf optimieren: Schlafmangel oder unregelmäßige Schlafzeiten gehören zu den häufigsten Migräne-Triggern. Eine feste Abendroutine kann helfen, das Nervensystem zu stabilisieren.
- Stress reduzieren: Chronischer Stress überreizt das Nervensystem. Achtsamkeit, Meditation oder Atemtechniken helfen, das innere Gleichgewicht wiederherzustellen.
Migräne ganzheitlich behandeln
Neben der klassischen Physiotherapie arbeite ich auch mit den Erkenntnissen der klinischen Psycho-Neuro-Immunologie (kPNI). Dabei betrachten wir den Körper als vernetztes System, in dem Ernährung, Schlaf, Bewegung und Stressmanagement eine zentrale Rolle spielen.
Studien zeigen, dass eine gezielte Mitochondrien-Optimierung durch Mikronährstoffe wie Coenzym Q10, Magnesium und B-Vitamine Migräne positiv beeinflussen kann. Eine entzündungshemmende Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien kann ebenfalls helfen, die Häufigkeit der Attacken zu reduzieren.
Ein Beispiel aus
der Forschung:
Eine Studie von Schoenen et al. (2005) zeigt, dass eine tägliche Supplementierung mit Coenzym
Q10 die Migränefrequenz signifikant reduzieren kann. Teilnehmer, die 100 mg Coenzym Q10 pro Tag einnahmen, hatten im Vergleich zur Placebogruppe weniger Migräneanfälle und eine
geringere Schmerzintensität.
Fazit: Migräne verstehen und gezielt behandeln
Migräne ist ein komplexes Zusammenspiel aus körperlichen, neurologischen und energetischen Faktoren. Physiotherapie – insbesondere Crafta – kann eine wertvolle Unterstützung sein, um Verspannungen und Blockaden zu lösen. Gleichzeitig kann eine bewusste Lebensweise mit stabilen Blutzuckerwerten, gutem Schlaf und Stressmanagement helfen, Migräne langfristig in den Griff zu bekommen.
Ich begleite dich auf diesem Weg – sowohl mit physiotherapeutischen Methoden als auch mit kPNI-basierten Ansätzen zur Ernährungs- und Lebensstiloptimierung.
👉 Möchtest du mehr darüber erfahren? Dann melde dich gerne für eine individuelle Beratung!
Alles Liebe,
Christina
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